Universitätsbibliothek Freiburg i. Br., H 465
Gesellschaft für Beförderung der Geschichts-, Altertums- und Volkskunde von Freiburg, dem Breisgau und den Angrenzenden Landschaften [Hrsg.]
Zeitschrift der Gesellschaft für Beförderung der Geschichts-, Altertums- und Volkskunde von Freiburg, dem Breisgau und den Angrenzenden Landschaften
16.1900
Seite: 124
(PDF, 60 MB)
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http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/zgb1900/0134
Die Grenze vom anlautenden k gegen anlautendes ch.

Von Karl Bohnenberger.
I.

Es ist bekannt, dass heute vom Bodensee bis zur französischen
Sprachgrenze spirantisches ch als Vertreter von
anlautendem germanischem k in fortlaufender Linie an aspi-
rirtes k vor Vokalen bez. unaspirirten und weniger starken
Explosivlaut vor Konsonanten angrenzt. Oestlich des Bodensees
scheint sich nach Bachmann (schwäb. Gutturallaute S. 33)
zum Teil Affricata kch dazwischen zu schieben. Die Grenze
westlich des Bodensees hat E. Wrede in seinen Berichten über
den Sprachatlas nach dem Exempel „Kind" in großen Zügen
gegeben (Anzeiger f. D. A. 19, 111). Wie gegenüber allen
Linien des Sprachatlasses bleibt es Aufgabe der Näherwohnenden
, die Grenzlinie von Ort zu Ort zu bestimmen und
einen Versuch ihrer Erklärung zu machen. Ich gebe hier
die genaue Grenzlinie von der französischen Sprachgrenze bis
zum Bodensee, wie ich sie auf Grund schriftlicher Anfragen*)
ermitteln konnte. Meist liegen mir Angaben von mehreren
Seiten vor, Nachprüfung bleibt aber immer noch erwünscht.
Mein Erklärungsversuch reicht wol in der Mehrheit der
Eälle nicht aus, es fehlt mir vielfach die genügende Kenntnis
der Ortsgeschichte. Ich wollte aber doch vorbringen, was
ich zu dieser wichtigen Grenze zu sagen weiß. Ich hoffe,
andere werden meine Aufstellungen ergänzen. Die Verhält-

*) Einer Reihe von Greistlichen und Lehrern bin ich zu Dank verpflichtet
.


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