Universitätsbibliothek Freiburg i. Br., H 465
Gesellschaft für Beförderung der Geschichts-, Altertums- und Volkskunde von Freiburg, dem Breisgau und den Angrenzenden Landschaften [Hrsg.]
Zeitschrift der Gesellschaft für Beförderung der Geschichts-, Altertums- und Volkskunde von Freiburg, dem Breisgau und den Angrenzenden Landschaften
16.1900
Seite: 137
(PDF, 60 MB)
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Die Grenze vom anlautenden k gegen anlautendes eh 137

Lautverschiebung entstand, oder erst in gewissem Abstand
von dieser, jedenfalls reicht anlautendes ch- ins 10. Jahrhundert
und seine Yorstufe kch- in die Lautverschiebungszeit zurück.
Die Verhältnisse der Grenzlinie und die Sprachinseln
bestätigen die Annahme eines abweichenden
Verlaufs der Grenze in älteren Zeiten. Wo sich im
einzelnen sprachscheidende politische Grenzstücke anführen
lassen, die über den Ausgang des Mittelalters zurückgehen,
liegen zugleich jüngere politische oder natürliche Grenzen vor.
Ich habe aber mit Absicht auch diese älteren Grenzen namhaft
gemacht. Seit die Erkenntnis von dem verhältnismäßig jungen
Alter der Mehrzahl der Sprachgrenzen durchgedrungen ist,
hat man umgekehrt sorgfältig auf alle alten Spuren
hinzuweisen.


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