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Gesellschaft für Beförderung der Geschichts-, Altertums- und Volkskunde von Freiburg, dem Breisgau und den Angrenzenden Landschaften [Hrsg.]
Zeitschrift der Gesellschaft für Beförderung der Geschichts-, Altertums- und Volkskunde von Freiburg, dem Breisgau und den Angrenzenden Landschaften
16.1900
Seite: 188
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Anzeigen und Nachrichten

Störzingen. Storzo = Stiurzo halte ich lautlich für unmöglich.
Ich würde eine Verkleinerung Starc-zo mit verdumpftem a vorziehen.

Also im ganzen: eine fleißige, sorgfaltige, gediegene Arbeit, die
in ihrem ersten Teil die Bedeutung der ingen-Orte sehr übersichtlich
beleuchtet und im zweiten sachkundige und einen Fortschritt gegen
früher bekundende Namenerklärungen gibt. Inwieweit die urkundlichen
Formen immer zuverlässig sind, lässt sich natürlich schwer
prüfen, da die Quellen nicht angegeben sind. Soweit ich sie noch
prüfen konnte, waren sie richtig; nur den 2 ältesten Formen für
Hechingen und Wessingen ist die eine falsche Vorstellung ihrer zeitlichen
Herkunft erweckende Endung um gegeben statt un, wie beide-
male im Württemb. Urk.-B. zu lesen ist.

Memmingen. J. Miedel.

Otto Heilig. Die Ortsnamen des Kaiserstuhls. Beilage
zum Jahresber. der Realschule Kenzingen. Kenzingen 1899.
13 S. 8°.

Die vorliegende Programmabhandlung beschäftigt sich mit Ortsnamen
, welche schon anderweitig, und zwar erst in jüngster Zeit,
erklärt worden sind. Grleichwol wäre es verkehrt, wollte etwa
jemand die Arbeit überflüssig nennen. Von der richtigen Voraussetzung
ausgehend, dass nur solche etymologische Versuche Berechtigung
haben, die in kritischer "Weise an der Hand der Sprache,
und nicht lediglich auf Grund der ältesten erhaltenen Form gemacht
werden, bringt der Verfasser bei jedem der 24 Namen neben den
alten Schreibungen die heutige mundartliche Form, wobei dann auch
sonstige auffallendere lautliche Erscheinungen zur Sprache kommen.
Außerdem sind, was volkskundlich recht interessant ist, Spottnamen
der Ortsbewohner und Namensagen beigegeben. Dass die mundartliche
Form, insbesondere da, wo eine alte Schreibung mangelt, ein
geradezu unentbehrlicher Behelf ist für den, der auf die richtige
Spur zur Erklärung eines Namens kommen will, kann ja kaum einem
Zweifel unterliegen.

Die angeführten alten Schreibungen sind insgesamt Kriegers
topographischem Wörterbuch entnommen; ob freilich die Auswahl
immer die richtige ist, darüber könnte man rechten. Es sind m. E.
nicht immer gerade die sprachlich bedeutsamsten aller herausgesucht,
ferner wäre ein Unterschied zwischen Originalurkunden und Kopien
späterer Zeit angezeigt gewesen, Fälschungen dagegen hätten ganz
wegbleiben dürfen. Auf die Spottnamen hätte sich vielleicht sogar
ein etwas genaueres Eingehen verlohnt, nachdem einmal diese Ab-


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