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Pfaff
seitige, hochgebildete, wahrhaft vaterländisch gesinnte Mann
ausführliche und eingehende Behandlung; allein ich besitze
leider bis jetzt keinen neuen Stoff zu seiner Lebensgeschichte.
Fast das Einzige, was ich vorlegen kann, ist das hier mitgeteilte
Bild Fahnenbergs, das mir von dem Besitzer des
Originals, dem Enkel Fahnenbergs, Karl Heinrich Freiherrn
von Hügel, Landgerichtsdirektor a. D. und kgl.
Kammerherrn, in Tübingen freundlichst zur Verfügung gestellt
worden ist.
In den Badischen Biographien, herausgegeben von F. von
Weech, I, 232, findet sich eine kurze Lebensbeschreibung
Fahnenbergs. Bei dessen Tode erschien eine solche in der
Karlsruher Zeitung vom 20. März 1840, die ich hier mitteilen
will.
„Baden, 17. März. Gestern Morgen ist hier der pensionierte
großh. bad. Oberpostdirektor Frhr. Karl Heinrich
v. Fahnenberg im Alter von 61 Jahren verschieden. Der
Verstorbene wurde geboren am 16. Mai 1779 zu Freiburg
im Breisgau, woher seine Familie stammt, die später wegen
ihrer Besitzungen in dem Kanton Rhön und Werra in die
fränkische Reichsritterschaft eingereiht wurde, machte seine
Studien auf den Universitäten Würzburg, Erlangen und
Göttingen und begann im Jahre 1801, zu welcher Zeit das
Breisgau noch vorderösterreichisch war, seine praktische Laufbahn
als Legationssekretär bei den kaiserlichen Gesandtschaften
zu München und Karlsruhe. Als nach dem Frieden
zu Pressburg das österreichische Breisgau an Baden fiel, trat
v. Fahnenberg in unsere Dienste über, zuerst als Regirungs-
rat in Freiburg; 1810 wurde er als Rat zum Ministerium im
Innern nach Karlsruhe berufen, 1814 zum geh. Referendär
und 1819 zum Oberpostdirektor ernannt. Bald darauf (im
Jahre 1823) wurde ihm auch die oberste Leitung der Amortisationskasse
provisorisch übertragen, zu deren wirklichem
Direktor er im Jahre 1826 ernannt wurde, v. Fahnenbergs
Wirksamkeit in dieser zweifachen wichtigen Stellung war für
unser Land äußerst woltätig und erfolgreich. Er ist es,
durch den das badische Postwesen eine bedeutende Umgestal-
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