Universitätsbibliothek Freiburg i. Br., H 465
Gesellschaft für Beförderung der Geschichts-, Altertums- und Volkskunde von Freiburg, dem Breisgau und den Angrenzenden Landschaften [Hrsg.]
Zeitschrift der Gesellschaft für Beförderung der Geschichts-, Altertums- und Volkskunde von Freiburg, dem Breisgau und den Angrenzenden Landschaften
16.1900
Seite: 201
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Karl Heinrich Frhr. von Fahnenberg.

201

zu können. Mit Liebe dafür eingenommen, werde ich weder
Mühe noch Anstrengung scheuen.

Wol fühle ich, dass ich durch meine Zudringlichkeit
Yorcks terminirendem Franziskaner gleiche*). Allein, ich
betrachte mich bloß als treuer Verwahrer des mir Anvertrauten
und will ja die mir zu teil werdenden milden Gaben
nicht eigennützigerweise für mich behalten, sondern verspreche
vielmehr, dieselben, hoffentlich mit Interessen, dereinst wieder
zurückzugeben.

Für jeden Vaterlandsfreund muss es zugleich ein wol-
tuendes Gefühl sein, zur Vollendung eines treuen, aus zu:
verlässigen Quellen geschöpften, Gemäldes des Schwarzwalds
, dieses im In- und Auslande noch wenig gekannten
Gebirgs, mitgewirkt zu haben. Ein, wenn auch mit schwachen
Kräften begonnenes Streben, die Landeskenntnis zu erweitern,
vaterländischen Geist zu wecken, das Gemüt mit heimatlichen
Bildern zu befruchten, dürfte daher wol einigen Anspruch
auf allgemeine Teilnahme und Unterstützung haben.

Vielleicht ruft auch mein Vorhaben ähnliche Schilderungen
von unserm llheintale, dem Odenwalde und Taubergrunde
, sowie von des Bodensees Gestaden, hervor. Und so
würden wir mit der Zeit auf diese Weise ein vollendetes
Bild unseres schönen Vaterlands erhalten, das, beherrscht
von einem erlauchten Sohne Karl Friedrichs, und unter
dem Schutze einer zeitgemäßen Verfassung, einer frohen,
beglückenden Zukunft entgegensieht.

Verbindungen mit achtbaren, kenntnisvollen Geschäftsmännern
im Königreiche Württemberg lassen mich hoffen,
auch über den jenseitigen Teil des Schwarzwalds gehaltreiche
Mitteilungen zu erhalten.

Das Rundgemälde ist für Gebildete von jedem »Stande
bestimmt. Ich werde mich daher nicht in vereinzelte Gegenstände
, oder in gelehrte Durchsuchungen dunkeler Gebiete
verlieren, sondern bemühet sein, eine verhältnismäßige
Gleichförmigkeit in den so verschiedenartigen Stoff zu bringen.

*) Gemeint ist Yorcks empfindsame Reise durch Frankreich und
Italien von L. Sterne.


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