Universitätsbibliothek Freiburg i. Br., H 465
Gesellschaft für Beförderung der Geschichts-, Altertums- und Volkskunde von Freiburg, dem Breisgau und den Angrenzenden Landschaften [Hrsg.]
Zeitschrift der Gesellschaft für Beförderung der Geschichts-, Altertums- und Volkskunde von Freiburg, dem Breisgau und den Angrenzenden Landschaften
23.1907
Seite: 134
(PDF, 70 MB)
Bibliographische Information
Startseite des Bandes
Zugehörige Bände
Regionalia

  (z. B.: IV, 145, xii)



Lizenz: Public Domain Mark 1.0
Zur ersten Seite Eine Seite zurück Eine Seite vor Zur letzten Seite   Seitenansicht vergrößern   Gegen den Uhrzeigersinn drehen Im Uhrzeigersinn drehen   Aktuelle Seite drucken   Schrift verkleinern Schrift vergrößern   Linke Spalte schmaler; 4× -> ausblenden   Linke Spalte breiter/einblenden   Anzeige im DFG-Viewer
http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/zgb1907/0150
134

Miedel

Bärenweiler: sicher zu PN. Bero, während bei den andern
ähnlichen eher der Bär in Betracht kommt.

Bayen: Payen 16. = Baia <( Baiach SN. zu Bai = Riedgras.

Babstatt: Babestat schon 10., zu Babo, aber nur über Babis-
stat.

Beigern: so schon alt, Volksname = bei den Bayern.

Bergeschingen: Dasingen erscheint freilich erst im Jahre 1499,
wenn Eskingen 1150 bei Neugart zweifelhaft ist. Wie aber
den Formen Eschinun das Adj. eschin = eschenhölzern zu
Grunde liegen soll, was aus Alem. 22, 188 herübergenommen
ist, das ist schwer zu verstehen. Was soll: „bei den Eschenhölzernen
" heißen?

Bickenreute hat nach den ältesten Beurkundungen des 13. Jh.
einen Buggo zum Namengeber.

Biderich = 14. zu ahd. butirih der Schlauch, also etwa Enge,
Schlucht; dahin wol auch der Biederbach = Biderichbach,
was besonders für den oberen Teil des Tals sehr gut passt.

Bierheiderhof ze Berhelden 15. = an der Beerenhalde.

Bisten: vielleicht zu Biste — die Klette.

Böllen: Belna 14. also aus Bellenach zu belle ^ie Pappel.

Börskritt: Beringers gerüte 14. = Beringers Gereut.

Branfeld: Branfelde 8. zu brand oder brame Brombeere.

Branßbach = 14. zu PN. Brando.

Brünnensbach: Brünispach 14. zu PN. Bruno wie

Brunnhausen: Bruneshuse 13.

Bruderbach: Brügelbach 15. zu ahd. brngil der Brühl. Was

soll der Prügel-Bach?
Büchenau: seit 13. bis 16. stets Büchelnawe, also unmöglich

zu bühel, sondern zum PN. Buchilo.
Buggensegel s. Ullisegel.

Butschbach: Buspach 14. und 1476 Bustbach, also am wahrscheinlichsten
zu buost der Bast.

Darsbach: Dagrisbach 11. zum PN. Dagheri.

Degelbach: Tegelbach 15. also von tegel Lehm.

Dippach: Dyp-, Dietbach 14. Da diet keinen guten Sinn gibt
bei einem Bach, eher aus Dietin- entstanden.

Disselmut: die ehemalige Erzgrube legt den Gedanken an
Zusammenhang mit dem Bergmannsausdruck muten nahe;
der 1. Teil wäre dann PN.

Dornenmühle: zu Dorna 16., also Dorna aus Dornach.


Zur ersten Seite Eine Seite zurück Eine Seite vor Zur letzten Seite   Seitenansicht vergrößern   Gegen den Uhrzeigersinn drehen Im Uhrzeigersinn drehen   Aktuelle Seite drucken   Schrift verkleinern Schrift vergrößern   Linke Spalte schmaler; 4× -> ausblenden   Linke Spalte breiter/einblenden   Anzeige im DFG-Viewer
http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/zgb1907/0150