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Miedel
Bärenweiler: sicher zu PN. Bero, während bei den andern
ähnlichen eher der Bär in Betracht kommt.
Bayen: Payen 16. = Baia <( Baiach SN. zu Bai = Riedgras.
Babstatt: Babestat schon 10., zu Babo, aber nur über Babis-
stat.
Beigern: so schon alt, Volksname = bei den Bayern.
Bergeschingen: Dasingen erscheint freilich erst im Jahre 1499,
wenn Eskingen 1150 bei Neugart zweifelhaft ist. Wie aber
den Formen Eschinun das Adj. eschin = eschenhölzern zu
Grunde liegen soll, was aus Alem. 22, 188 herübergenommen
ist, das ist schwer zu verstehen. Was soll: „bei den Eschenhölzernen
" heißen?
Bickenreute hat nach den ältesten Beurkundungen des 13. Jh.
einen Buggo zum Namengeber.
Biderich = 14. zu ahd. butirih der Schlauch, also etwa Enge,
Schlucht; dahin wol auch der Biederbach = Biderichbach,
was besonders für den oberen Teil des Tals sehr gut passt.
Bierheiderhof ze Berhelden 15. = an der Beerenhalde.
Bisten: vielleicht zu Biste — die Klette.
Böllen: Belna 14. also aus Bellenach zu belle ^ie Pappel.
Börskritt: Beringers gerüte 14. = Beringers Gereut.
Branfeld: Branfelde 8. zu brand oder brame Brombeere.
Branßbach = 14. zu PN. Brando.
Brünnensbach: Brünispach 14. zu PN. Bruno wie
Brunnhausen: Bruneshuse 13.
Bruderbach: Brügelbach 15. zu ahd. brngil der Brühl. Was
soll der Prügel-Bach?
Büchenau: seit 13. bis 16. stets Büchelnawe, also unmöglich
zu bühel, sondern zum PN. Buchilo.
Buggensegel s. Ullisegel.
Butschbach: Buspach 14. und 1476 Bustbach, also am wahrscheinlichsten
zu buost der Bast.
Darsbach: Dagrisbach 11. zum PN. Dagheri.
Degelbach: Tegelbach 15. also von tegel Lehm.
Dippach: Dyp-, Dietbach 14. Da diet keinen guten Sinn gibt
bei einem Bach, eher aus Dietin- entstanden.
Disselmut: die ehemalige Erzgrube legt den Gedanken an
Zusammenhang mit dem Bergmannsausdruck muten nahe;
der 1. Teil wäre dann PN.
Dornenmühle: zu Dorna 16., also Dorna aus Dornach.
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