Universitätsbibliothek Freiburg i. Br., H 465
Gesellschaft für Beförderung der Geschichts-, Altertums- und Volkskunde von Freiburg, dem Breisgau und den Angrenzenden Landschaften [Hrsg.]
Zeitschrift der Gesellschaft für Beförderung der Geschichts-, Altertums- und Volkskunde von Freiburg, dem Breisgau und den Angrenzenden Landschaften
23.1907
Seite: 158
(PDF, 70 MB)
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Anzeigen und Nachrichten

die, alle der Reichenauer Malerschule angehörig, jenen reich
entwickelten neutestamentlichen Bilderkreis in den Handschriften
der ottonischen Renaissance geschaffen, zur Anregung gedient
haben. Auch damit eilt der Verfasser der bisherigen Forschung
voraus und rückt die Beurteilung der Kunstgeschichte jener
Zeit in neue Beleuchtung. Und so ist seine Festgabe zum diesjährigen
Großherzogsjubiläum nicht bloß für die lokale und
territoriale, sondern auch für die allgemeine deutsche Geschichte
und Kunstgeschichte von größter Verdienstlichkeit, die er
hoffentlich bald durch weitere Erfolge seines Eindringens in
die früheste Vergangenheit der Reichenau, seine spezielle Domäne
, vermehren wird.

Freiburg i. Br. P. Albert.

Denkwürdigkeiten des Markgrafen Wilhelm von Baden, herausgegeben
von der Badischen Historischen Kommission, bearbeitet von Karl
Obser. Erster Band, 1792—1818. Heidelberg, Karl Winter, 1906.
XXIII u. 560 S. 8°.

Markgraf Wilhelm von Baden (1792—1859) hat sehr umfangreiche
Denkwürdigkeiten hinterlassen, welche auf Grund
von Tagebüchern, Erinnerungen, aber auch von Akten gearbeitet
sind und die Zeit von 1792 —1847 behandeln. Die badische
historische Kommission hat im Jahre 1903 die Herausgabe dieser
Denkwürdigkeiten beschlossen, von denen nun der erste Band
(1792—-1818) vorliegt. Er bietet von Anfang bis zu Ende eine
höchst fesselnde Lektüre, sei es dass der Verfasser von seinem
eigenen Handwerk, dem des Kriegs erzählt, in dem er sich
zuerst auf Seiten Napoleons (1709—1813), dann auf der der
Verbündeten so glänzend bewährt hat, sei es dass er uns an
die Höfe der Fürsten, in Verhandlungen und Festlichkeiten,
führt oder die überaus einfachen und doch so anziehenden
heimischen Karlsruher Verhältnisse schildert. Ist so, wie gesagt,
alles in dem Bande interessant, so gilt das doch von einzelnen
Abschnitten in erhöhtem Maße. Besonders ist hervorzuheben
die in ihrer Einfachheit wahrhaft erschütternde Schilderung des
Rückzugs der großen Armee aus Russland. Es ist im übrigen
unmöglich im Rahmen dieser kurzen Anzeige einen Begriff von
der Reichhaltigkeit des Inhalts dieser Publikation, die gelesen
sein will, zu geben und es mag nur noch auf folgende Einzelheiten
hingewiesen werden. Die Rücksichtslosigkeit der neu-


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