Universitätsbibliothek Freiburg i. Br., H 465
Gesellschaft für Beförderung der Geschichts-, Altertums- und Volkskunde von Freiburg, dem Breisgau und den Angrenzenden Landschaften [Hrsg.]
Zeitschrift der Gesellschaft für Beförderung der Geschichts-, Altertums- und Volkskunde von Freiburg, dem Breisgau und den Angrenzenden Landschaften
23.1907
Seite: 177
(PDF, 70 MB)
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Die Dreisam

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Bernhaupten sich verschoben haben. Endlich spricht sich der
Dingrodel von Zarten schon 1397 so aus: Vnd das ivasser ist
oiich nit vogtber, das da entspringet se Bernhoupten, das: da
Jieisset Treisern.

Noch steht beim Hohlen Graben, gegenüber dem kleinen
Wirtshaus „zum schwarzen Kreuz", ein alter Grenzstein jener
vier Gebiete mit dem Adler von Fürstenberg, den Schlüsseln
von St. Peter, dem Kreuz von Freiburg und den fünf Ballen
von Sickingen und auf der Höhe des Hohlen Grabens ein
Zweimärker mit den Zeichen von Freiburg und St. Peter.

Bernhaupten lag jedenfalls auf der Westseite des Hohlen
Grabens, an der Straße vom Turner nach St. Märgen, beim
€hristenmartis- oder Wilmenhof. Mit größter Wahrscheinlichkeit
ist der kleine Mühlweiher beim Wilmenhof,
dessen Abfluss den Erlenbach bildet, als Ursprung der Dreisam
anzusehen und soweit mögen Erlenbach und Wagen-
steigbach sich mit dem alten, fremdartigen Namen
Dreisam schmücken.

Der Name der Dreisam hat schon oft — allzuoft möchte
man seufzen — die Forscher beschäftigt, ohne dass bisher der
Gang der Untersuchungen völlig befriedigt hätte. Es lohnt
sich nicht, all diesen Versuchen ins einzelne nachzugehen; nur
das Wesentliche und ernsthaft zu Nehmende sei mitgeteilt. Hier
gebührt Heinrich Schreiber, dem hochverdienten Geschichtschreiber
der Stadt Freiburg, der Vortritt. Er hat das große
Verdienst, die Geschichte seiner Vaterstadt von allen Seiten,
in allen Beleuchtungen in zahllosen größeren und kleineren
Schriften und Aufsätzen in volkstümlicher Fassung behandelt
und dadurch dem Freiburger Bürgersmann geschichtliche
Kenntnisse und eine allgemeine Wertschätzung der Geschichte
eingeprägt zu haben, die nicht allenthalben zu finden sind.
^Nicht in hochgelehrtes Gewand hat er seine Forschungen
gekleidet, sondern in richtiger Erkenntnis von der Bedeutung
.geschichtlicher Anschauungsweise hat er jede Gelegenheit
benutzt, geschichtliche Mitteilungen an Stellen, die jedermann
zugänglich waren, unter die Leute zu bringen. Andere haben
ihm nachgeahmt, und so ist z. B. in den Freiburger Adress-

Alemannia N. F. 8, 3. 10


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