Universitätsbibliothek Freiburg i. Br., H 465
Gesellschaft für Beförderung der Geschichts-, Altertums- und Volkskunde von Freiburg, dem Breisgau und den Angrenzenden Landschaften [Hrsg.]
Zeitschrift der Gesellschaft für Beförderung der Geschichts-, Altertums- und Volkskunde von Freiburg, dem Breisgau und den Angrenzenden Landschaften
23.1907
Seite: 186
(PDF, 70 MB)
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http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/zgb1907/0206
Johann Michael Moscherosch und sein
Geburtsort Willstätt.

Festgabe zur Denkmalsenthüllung
von Johannes Beinert.

Ein Kreis von Moscheroschverehrern aus Willstätt,
Straßburg und ebenso auch aus den verschiedensten Gauen
Deutschlands hat es unternommen, dem verdienten Satiriker
Moscherosch einen Gedenkstein an seinem Geburtsorte zu errichten
. Indem sie sich eins fühlen mit seinem Streben und
dem Grundgedanken seiner satirischen Schriften, sind sie
sich der bei ihm bemängelten Formvollendung literarischen
Könnens durchaus bewusst. Aber Moscherosch ist vor allem
eine Persönlichkeit, die uns wie ein getreuer Eckart aus dem
Zusammenbruch des deutschen Volkstums während des Dreißigjährigen
Kriegs entgegentritt. Diese Persönlichkeit mit seinen
Werken der Nachwelt erinnernd vor Augen zu führen, ist
der Zweck der Denkmalsstiftung. Moscherosch schaut mit
seinem biedern Sinn in unsere Zeit herüber, wo der deutsche
Volksgedanke zur Wirklichkeit geworden ist. Er hat seinerzeit
den Untergang deutschen Wesens als die notwendige
Folge der Ausländerei und der Sittenverderbnis träumend
vorgestellt. Seine Satire ist daher bitterer Ernst. Keine
zweite ist so aus der Geschichte unseres Volks herausgewachsen
wie diese. Daher hat Moscherosch auch ein wol-
zubeachtendes nationales Verdienst. Seine Werke sind kulturgeschichtliche
Denkmäler. Er war die letzte Blüte des Straßburger
Literatenkreises aus dem 16. und 17. Jahrhundert.
Ja, er ist geistig ihr Kind, ein Schüler und Nachfolger von
Brant, Geiler, Murner und Fischart. Philander ist auch der


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