Universitätsbibliothek Freiburg i. Br., H 465
Gesellschaft für Beförderung der Geschichts-, Altertums- und Volkskunde von Freiburg, dem Breisgau und den Angrenzenden Landschaften [Hrsg.]
Zeitschrift der Gesellschaft für Beförderung der Geschichts-, Altertums- und Volkskunde von Freiburg, dem Breisgau und den Angrenzenden Landschaften
23.1907
Seite: 289
(PDF, 70 MB)
Bibliographische Information
Startseite des Bandes
Zugehörige Bände
Regionalia

  (z. B.: IV, 145, xii)



Lizenz: Public Domain Mark 1.0
Zur ersten Seite Eine Seite zurück Eine Seite vor Zur letzten Seite   Seitenansicht vergrößern   Gegen den Uhrzeigersinn drehen Im Uhrzeigersinn drehen   Aktuelle Seite drucken   Schrift verkleinern Schrift vergrößern   Linke Spalte schmaler; 4× -> ausblenden   Linke Spalte breiter/einblenden   Anzeige im DFG-Viewer
http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/zgb1907/0313
I

Erasmus in seinen Beziehungen zur Universität Freiburg 289

zu Schiff ; dort (in Neuenburg) traf er dann einige Freunde,
die zu Pferd von Basel aus dahin geritten waren, um zusammen
mit diesen von hieraus sich nach Freiburg zubegeben4.

In Freiburg war Erasmus unter dem Schutz des Königs
Ferdinand, der ihn 1528 nach Wien eingeladen und jetzt
der Stadt Freiburg warm empfohlen hatte5; hier fand er seinen
alten Freund Zasius vpr, hierher hatte sich einige Wochen vorher
(Ende Februar) auch Glarean, ebenfalls von Basel kommend
, gewendet, um den Lehrstuhl der Poetik zu übernehmen.
Dass Erasmus von Seiten der Stadt, die sich geschmeichelt
fühlte, einen so großen Gelehrten in ihren Mauern aufnehmen
zu dürfen, und bei der auch die erwähnte Empfehlung des
Königs sicher ihren Eindruck nicht verfehlte, mit großer
Freude und, soweit er solche nicht (durch Glarean) abgelehnt
hatte, mit Ehrenbezeugungen empfangen wurde, berichtet er
selbst mehrfach und mit Genugtuung6. Ob auch die Universität
bei seinem Empfang irgendwie vertreten war, erfahren
wir nicht. Uberhaupt berichten in den ersten Jahren
seines Aufenthalts die Protokolle und Akten unserer Alma

* Conducta est navis, quae nie cum aliquot veheret Neapolim, oppi-
dum plus satis adamatum Rheno flumini. nam caeteri terra faciebant
iter equis apud Neapolim occursuri .... Brief an Pirkheimer vom
15. Juli 1529.

5 . . . habeo praeter alios satis opulentum amicum, inclitum Uii-
gariae Bohemiaeque regem Ferdinandum; . . . honorificis literis evo-
cavit me e Basilea . . . addidit diploma, per quod liceat per totam
ditionem ipsius et per universam caesaream ire immunem, huius (sc.
Friburgi) urbis magistratus me diligenter et amanter commen-
davit, qui suam iam pridem omnem detulerat humanitatem. designavit
aedes plane regias, consalutationibus, xeniis, conviviis caeteroque offici-
orum genere prosecuturus, ni literis ad Glareanum missis significassem
mihi fore gratius, si a solemnibus illis abstinerent. Brief aus Freiburg
an Daniel Stiber vom 14. Mai 1529. Ähnlich schreibt er in einem undatierten
Brief an Joh. Choler, Propst in Chur: Cum Basileae res iam
viderentur intolerabiles, ne viderer iis, quae gerebantur, assentiri, demi-
gravi Friburgum, sed ante diligenter commendatus per regem
Ferdinandum venerabili huius urbis magistratus . . .

6 Außer den in Anm. 5 genannten Stellen auch in einem undatierten
Brief an Pirkheimer: Ut enim nonnihil fuerit periculi Basileae, certe
Friburgi magistratus me summa cum humanitate excepit.

Alemannia N. F. 8, 4.


Zur ersten Seite Eine Seite zurück Eine Seite vor Zur letzten Seite   Seitenansicht vergrößern   Gegen den Uhrzeigersinn drehen Im Uhrzeigersinn drehen   Aktuelle Seite drucken   Schrift verkleinern Schrift vergrößern   Linke Spalte schmaler; 4× -> ausblenden   Linke Spalte breiter/einblenden   Anzeige im DFG-Viewer
http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/zgb1907/0313