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http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/zhg1968/0159
Geologische Kartierung

Nach einer allerdings nur sehr überschlägigen Ermittlung dürften die zu Tage
ausstreichenden Formationen folgenden Anteil am hohenzollerischen Gebiet haben,
jeweils einschließlich der von ihnen umschlossenen, jüngeren Talauen und der sie
zum Teil bedeckenden Lehm- und Hangschuttbildung (Tab. 2).

Schichtstufe

Macneninhalt
in km2

Anteil in °/o

Jungmoräne

30

3

Altmoräne

140

13

Weißer Jura

600

58

Brauner und Schwarzer Jura

100

10

Keuper

130

12

Muschelkalk

40

4

1040 km2 lOOo/o

Tab. 2 Oberflächenanteil der geologischen Formationen in Hohenzollern.

Der überragende Anteil des Weißjura (Albhochfläche) mit etwa 58°/o geht aus
dieser Zusammenstellung klar hervor.

Lagerstätten:

Auch hier sollen nur kurze Hinweise auf die wichtigsten Vorkommen gebracht
werden, wobei die Reihenfolge weniger nach dem geologischen Alter als vielmehr
nach sachlichen Überlegungen vorgenommen wurde.

Brennstoffe:

Eine in der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts nahe Dettingen am Neckar
(Kr. Hechingen) niedergebrachte Tiefbohrung erschloß zwar Steinkohle, jedoch nicht
in bauwürdiger Menge. Die Bohrarbeiten wurden deshalb nach längeren Unterbrechungen
Ende 1889 in einer „Teufe" von 704 m eingestellt. Ebenso sind die Versuche
, Braunkohle innerhalb des Verbreitungsgebietes der Lettenkeuperstufe und der
Molasse mit Erfolg zu gewinnen, ähnlich wie in Württemberg ohne Ergebnis geblieben
.

Von größerer wirtschaftlicher Bedeutung war bis in die letzte Zeit der Abbau
von Torf in einzelnen Tälern, vor allem aber in den ausgedehnten Mooren südlich
der Donau, so im Ostrach-Pfrungener Ried, wo die Torfmächtigkeit bis zu 4 m beträgt
. Historisch interessant erscheint der Hinweis, daß der Torf früher mitunter
auch verkokt und in den Eisenhüttenwerken Laucherthal, Thiergarten und Ludwigstal
(Kr. Tuttlingen) verwendet wurde.

Erwähnt seien weiterhin die großen Lagerstätten an brennbaren (Posidonien-)
Schiefern des Lias Epsilon. Die Nutzung dieser im Albvorland an der Tagesoberfläche
weitverbreiteten, etwa 10 m mächtigen Ölschiefer ist immer wieder versucht
worden. Die gegen Kriegsende sehr groß ausgebauten Betriebe mußten jedoch, wie
früher schon, bald nach der Währungsreform wegen Unwirtschaftlichkeit eingestellt

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