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http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/zhg1990/0144
Rainer Loose

baulichen Zustand zu erhalten; 1487: Jörg von Hornstein zu Hertenstein verkauft dem Hans
von Mulfingen, Vogt zu Sigmaringen, neben anderen Gütern und Rechten auch einen Zins aus
dem Kirchhof zu Langenenslingen (R. Stauffenberg n.43, S. 47); 1354: ze Enslingen in dez
Kücherren hus (UB HKI, n.558, S.315).

23) die alte Pfarrkirche St. Mauritius. - Reste der mittelalterlichen Kirche im Stumpf
des Kirchturms und in den Langhauswänden. Mit dem Umbau und der Erweiterung der
Kirche im barocken Stil wurde 1737 begonnen. An den Baukosten mußten sich die Zehntherren
, das heißt die Klöster Heiligkreuztal, Münsterlingen, Habsthal, die Kirchen zu Ennetach
und die Herrschaften Neufra und Sigmaringen, beteiligen (HStA, B457, II. B.12, B. 209;
Kern, 1983, S. 7).

24) die Pfarrkirche St. Konrad. - Erbaut im neugotischen Stil 1889/93 nach Plänen
von Wilhelm Laur auf dem Platz der Adlerwirtsscheuer, der Anwesen des Bäckers Spieß, des
Metzgers Ehinger und des Josef Schneider (Knaupp, S. 23). Das Patrozinium nimmt Bezug auf
den hl. Konrad, Bischof von Konstanz, der von 934 bis 973 regierte (vgl. Müller, 1975, S.260/
261 und Maurer, 1988, S. 366ff).

25) der Pfarr- oder Widumgarten. - 1724/27: der Pfarr- oder Widumgarten an dem
Pfarrhaus liegend.

SWVI, col. 758: Widern (Wittum), ein der Kirche gestiftetes, nutzbares Gut.

26) das Rathaus (im Unterdorf). - 1724/27: unten im Dorf am Kirchhof zwischen dem
Kirchhofweg und der gemeinen Straßen.

Die Ratstube im Rathaus diente dem Gericht Langenenslingen, zu dem auch die Gemeinde
Billafingen zählte, als Tagungsort (StA Sig., Ho 170, Cb. 1 von 1748).

27) der Riederhof (abgegangen). - 1844: Riederhof; 1724/27: A am Riederhof; der
Riederhof ist vermutlich im 14. Jahrhundert abgegangen; 1420/22: zinst Aberli Schwank aus
seiner Hofraite am Riederhof VII Ibhlr (vgl. unten in Kap. 5.4.C.).

28) der Sägplatz. - 1724/27: der Segplaz, Anr. eines Hg am Wassergang an der
Füllenstelle.

Dieser Platz, ein Holzlager, ist am Biberbach, vermutlich bei der Oberen Mühle zu
suchen.

29) der Sandhof. - 1844/48: auf der Flurkarte und im Flurbuch ist kein Hofname
eingetragen; Flurstück Nr. 1629 mit Haus Nr. 169 besitzt damals Joseph Müller.

Den Namen trägt er nach dem sandigen Untergrund und dem FN Sandgasse. 1852 wurde
anstelle eines Einhauses (Wohn- und Wirtschaftsteil unter einem gemeinsamen Dach) der
Neubau eines Wohnhauses begonnen, dem später ein Wirtschaftstrakt angefügt wurde.

30) das Schloß. - 1724/27: das (herrschaftliche) Schloß samt der Kapelle, einem Baum-,
einem Hanf- und drei Krautgärten; dazu das Bauhaus, das Jägerhaus, die Scheuer (an
ihrer Stelle stand vor vielen Jahren ein Schafstadel), alles beieinander im Dorf Langenenslingen
liegend; die Herrschaftsgüter sind vom kleinen Zehnt und von der Steuer befreit; die
Schloßkapelle wurde 1627 an das Schloß angebaut und dem hl. Benno geweiht; beim Verkauf
des Schlosses 1811 wurde die Kapelle abgerissen; 1576-78 wird das Schloß auf einem Teil des
alten Riederhofes von Graf Karl II. von Hohenzollern-Sigmaringen erbaut.

Wegen der Herrschaftsscheuer stritten die Langenenslinger fast ein Jahrhundert mit der
Herrschaft Sigmaringen, da sie zu den Baufronen nicht verpflichtet waren und laut Innsbruk-
ker Entscheid von 1674, §3, die Kosten von der Herrschaft erstattet werden sollten; der Streit
wird 1686 beigelegt.

31) die Schmiede(n). - 1724/27: Adam Sandmeyer zinst aus seiner 1724 neu erbauten
Schmitten auf eigenem Grund beim Wohnhaus lfl 30 x; hier wird auch vermerkt, daß es in
Langenenslingen schon vier Hufschmieden gebe, die wohl gegen den neuen Konkurrenten

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