http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/zhg2011-12/0010
Andreas Zekorn
Die Stadt wurde später in die Auseinandersetzungen zwischen den Zollern und den
stammverwandten Hohenbergern einbezogen, nachdem sich die Linien der Grafen von
Zollern und von Hohenberg bereits um 1179/80 trennten. Diese Trennung führte im
13. Jahrhundert zu kriegerischen Auseinandersetzungen und zu einer Abgrenzung der
Herrschaftsbereiche. Als es 1267 zwischen den beiden verfeindeten Linien zu Kämpfen
bei Haigerloch kam, rekrutierte Graf Albrecht II. von Hohenberg laut einer nicht im
Original überlieferten, aber glaubwürdig erscheinenden Quelle unter anderem seine
Mannschaft aus Binsdorf, das heißt dass sich der Ort spätestens im Jahr 1267 im Besitz
der Grafen von Hohenberg befand. Im 14. Jahrhundert lassen sich wieder Berührungspunkte
zu den Zollern erkennen: So war Graf Friedrich von Zollern-Schalksburg in der
zweiten Jahrhunderthälfte Stadtherr von Binsdorf und besaß bis 1372 auch die Patro-
natsrechte über die vom Kloster Reichenau erbaute Pfarrkirche. 1378 führte Binsdorf
den Zollernschild in seinem Wappen. Dies könnte auf die Stadtherrschaft Graf Friedrichs
zurückzuführen sein, denkbar ist jedoch auch, dass die Stadt schon zu einem frü-
Das ehemalige Kloster Binsdorf im Jahr 2013 (Foto: Paul Held, Geislingen-Binsdorf)
(KrA Zollernalbkreis, F Fotosammlung\02 F Kom\02 07 Binsdorf Bin\02_07_05_Kloster_Binsdorf).
http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/zhg2011-12/0010