http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/zhg2011-12/0113
Blick vom Schloss in Sigmaringen auf die Karlstraße und das Bahnhofsviertel um 1900
(Vorlage: Fürstlich Hohenzollernsche Sammlungen Sigmaringen).
Hervorgehoben wurde in der Anzeige die politische und religiöse Neutralität des
Reichsbunds. Albert Kaibacher gab bei der Volkszeitung die Anzeige auf, in der mehrere
Kriegsteilnehmer eine Versammlung der Kriegsinvaliden des Oberamts Sigmaringen
für den Samstag um 11.30 Uhr im Gasthaus Saalbau ankündigten. Er wollte für seine
Petition werben.
Am Erscheinungstag, dem Freitag, war in der Volkszeitung außer den beiden Anzeigen
ein Artikel zu lesen, der vor dem Reichsbund warnte. Er sei eine von sozialistischer
Seite geschaffene Gründung, der Köder und Lockmittel auswerfe, um die Kriegsbeschädigten
an den sozialistischen Karren [zu] spannen. Der Beitrag war namentlich nicht
gekennzeichnet, anonym wurde ein Kriegsteilnehmer als Verfasser genannt. Trau, schau,
wem, rief er den Lesern zu. Eine zweite redaktionelle Notiz kommentierte die Kaibacher
-Anzeige. Eine von sozialistischer Seite veranlagte Fahrt von einigen hundert Unterländern
wolle am Samstag in Sigmaringen 5 Millionen Mark verlangen, stand da. Das
sei uferloses Fordern und werde der gute[n] Sache der Kriegsbeschädigten nur schaden.22
22 Hohenzollerische Volkszeitung Nr. 25 vom 31.1.1919.
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