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Zeitschrift für Parapsyehologie. 8. Heft. (August 1926.)

vorliegenden Urkundenmaterkls beschränkte. Dem verdanken wir nun eine
ausführliche Wiedergabe bisher schwerer zugänglicher fremdsprachlicher
Berichte.

Prof. Oesterreich bearbeitete Kathleen Goligher und Stanislawa
Tomczyk und kommt zu demselben betrüblichen Ergebnis von der mangelnden
Kompetenz des Herrn Dr. Rosenbusch, auf einem Gebiet mitzureden, von dem
er nicht einmal die Urkunden beherrscht, über die er aburteilt, von den
groben Geschmacklosigkeiten unfairer Anwürfe und persönlicher Verdächtigungen
gar nicht zu reden, unter denen der Vorwurf trottelhafter pathologischer
Minderwertigkeit noch eine der gelindesten ist, die in seinen advokatorischen
Ausführungen des öfteren wiederzukehren pflegen.

Die Gebrüder Schneider wurden von Prof. Gruber bearbeitet; Franek
Kluski, Jean Guzik und Einer Nielsen von Dr. Kröner. Den Schluß bilden
die Darstellungen Prof. Walters über die Grazerin Maria Silbert und eine
kurze „Würdigung" der kleinen Schrift von Dr. Christian Bruhn: „Gelehrte
in Hypnose*4 aus der Feder des Herausgebers selbst.

Die sieben Autoren kommen durchweg zu dem Ergebnis, daß das Drei-
Männer-Buch über den „Okkultismus in Urkunden" durch eine bemerkenswerte
Unvollständigkeit ihrer Kenntnis dieser Urkunden gekennzeichnet
ist, die sich zu ihrer Unerfahrenheit auf praktischem Forschergebiet hinzugesellt
. Belastender freilich ist das Ergebnis aus der Beweisführung der sieben

Autoren, daß die Urkunden von den drei Kritikern Dr* von Gulat-Wellenburg,
Dr. Rosenbusch und Graf Klinkowström in einer wenig einwandfreien
Weise bearbeitet worden sind. Es handelt sich da von vornherein
nicht etwa um eine voraussetzungslose Prüfung wissenschaftlicher
Forscherarbeit, sondern um die vorgefaßte Absicht, aus dem Urkundenmaterial
ein möglichst vernichtendes Urteil über den Wert der Forschungsergebnisse»
herauszuholen. Der gute Wille, sich durch Tatsachen vielleicht doch überzeugen
zu lassen, war gar nicht vorhanden. Um solcher Tendenz zu genügen,
brauchte man bei der referierenden Wiedergabe der wissenschaftlichen Urkunden
einfach nur alles wesentlich Beweisende zu übergehen und fortzulassen,
anderes so weit zu verstümmeln und zu entstellen, daß es seine beweisende Kraft
für den verlor, dem die Originale der Urkunden nicht zugänglich waren.
Dafür schob man aber alles unsicher Gebliebene in den Vordergrund, und
schließlich arbeitete man nach Advokatenart mit persönlichen Verdächtigungen
^und suggestiv wirkenden Randbemerkungen. So war es den Sieben keine allzu
schwere Aufgabe, die Mittelchen aufzudecken, durch welche eine völlige Irreführung
des harmlosen Lesers erreicht worden war. Selten haben es uns literarische
Gegner so leicht gemacht, sie in den Sand zu setzen, wie dieses dreiköpfige
Inquisitionstribunal, als es auf so durchsichtige Weise versuchte, die
ketzerischen Forscher auf dem Scheiterhaufen seiner fanatischen Rückständigkeit
zu verbrennen.

Die Drei hatten es unter beredtem Stillschweigen ihres vorsichtig und unantastbar
im Hintergrunde gebliebenen Führers Dessoir unternommen, den
Giftdrachen okkultistischer Ketzerei (Spez. Monach. Schrenck) durch den Fluch
der Lächerlichkeit zu erdrosseln. Nun hatte es sich aber um die Kritik an ,
Exper ime n t a 1 - Forschungen gehandelt, denen sie keine eigene Versuchsreihe
gegenüberzustellen hatten, und so blieb ihnen nichts anderes übrig, als
den Kampf auf rein literarischem Gebiet auszufechten, wobei nun wiederum


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