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564 Zeitschrift für Parapsychologie. 9. Heft. (September 1928.)
Deutsche Fachzeitschriften.
Okkultistische Rundschau. Monatsschrift des Deutschen Spiritualisten - Bundes.
(Herausgeber W. Uhlmann, Chemnitz, Kanalstraße 2).
Die letzten Hefte bringen einen mit Bild geschmückten Lebensabriß von Leib-
niz, Zöllner, Kant u. a. Ferner: Zur Prinzipienfrage der Astrologie, von Prof.Verweyen.
— Okkultismus und Justiz, von Landgerichtsrat Prof. Dr. Erdmann, Hannover. —
Die Seherin von Alencon. — Das Geheimnis der Fingerspitzen. — Ein Okkulter
Maler (Nüsslein). - Daneben Berichte, meist aus eigenen kleinen Zirkeln, spiritistischen
Inhalts.
Zeitschrift für psychische Forschung (Revalo - Bund), Hamburg.
Januar-Februar: Prof. Schröder setzt seine durch Photographien belegten dokumentarischen
Forschungen über die „metapsychikalische Phänomenik von Frau
Maria Rudioff4 durch Wiedergabe genauer Protokolle foit. — Über ein anderes
berühmtes Medium. Frau Maria Silbert, veröffentlicht J. Macourek aus Trebian,
Steiermark, „Weihestunden—Spukerlebnisse—Entrückung".— Dr.Emil Mattiesen setzt
die längere Abhandlung fort: „Schwierigkeiten" im Transgeschehen als spiritistisches
Argument. — Univ.-Prof Aug. Messer beginnt eine, fast das ganze bisher
vorliegende Material benutzende, größere Analyse des „Rätsels von Konnersreuth".
Original-Mitteilungen des „Institutes für metapsychikalische Forschung" in Lichter-
felde-Ost sowie Zeitschriften-Referate beschließen die Hefte. S.
Fachliteratur des Auslandes.
Quarterly Tramsactiom of the British College of Psychic Science, Vol. VII.,
Nr. 2, Juli 1923, S. 87—176.
Ein überaus gehaltvolles Margery Sonderheft mit nicht weniger als 36 Bildern
, meist Photographien. In seinen als eine Art Einleitung zu den Margery-
Aufsätzen geschriebenen Zeilen glaubt der Herausgeber feststellen zu können, daß
seit den Vorfällen in Hydesville 1848 sich in steigendem Maße der spiritistische
Charakter der mediumistisehen Erscheinungen kundtue. Der im Aprlheft durch
ein Redaktionsversehen mir Florizel von Reuter gezeichnete Beitrag stammt in
Wirklichkeit von A. W. Trethewy.
In vier Artikeln versuchen Dr. med. Crandon, der Gatte der Margery,
Dr. med. Rkhardson, der bekannte Freund der Familie, E. E. Dudley, ein weiterer
Vertrauter und Mrs. Hewat McKenzie die Echtheit der Erscheinungen zu verfechten
. Da den Lesern dieser Zeitschrift ein Großteil des Inhaltes der beiden
ersten Beiträgen bekannt ist aus einer Reihe von Artikeln, die dieses meist umstrittene
Medium %der Gegenwart behandeln (vgl. be^. das Sammelreferat März
1927, S. 129 ff. u. den Bericht Birds, März 1928, S. 145 ff.), kann ich mich hier
auf das Allerwesentlichste, bew. in dieser Zeitschrift noch nicht Erwähnte beschranken
.
In dem ersten Beitrag, „Die Margery-Mediumschaft", geben Crandon,
Richardson und Dudley einen gedrängten Ueberblick über die se't 1923
vorgenommene« Untersuchungen und versuchen, d e Gegengründe der Geerner
zu entkräften (wie kennzeichnend für die ganze traurige Lage auf tmserm Forschungsgebiet
ist da etwa der ursprünglich als „streng vertraulich" geschriebene,
später aber von ihm selbst veröffentlichte Brief des Univ.-Prof. Dr. Mc Dougall
vom 18. Jänner 1925 an Dingwall. Das Schreiben versucht offenkundig, einen
Druck auf D. im Sinne der Zurücknahme der bereits ausgesprochenen Ansicht
von der Echtheit der Erscheinungen auszuüben). Es folgen die Protokolle von
fünf Sitzungen aus dem Jahre 1925.
Der zweite Aufsatz ist ein Abdruck eines von Dr. Crandon am 8. Dezember
1927 im College of Psychic Science gehaltenen Vortrages. Dr. C. äußert
sich bitter zur an Beispielen erhärteten Abhängigkeit der amerikan. Univ.-Prof.
von den Geldgebern der Forschungsinstitute und führt dann aus: die medium.
Erscheinungen bei seiner Frau zeigen sich daheim, auswärts, in fremden Häu-
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