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Fachliteratur des Auslandes

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beim Legen der Eier, die meist den Eiern der Pflegeeltern gleichen. Cipriani ist
der Ansicht, daß dabei metapsychische Fähigkeiten im Spiele sind. Auch bei
anderen Erscheinungen in der Brutpflege wie der „Milchabsonderung" aus dem
Kropf bei den Tauben sowie dem Füttern der jungen Brut, die sowohl gegen
Ueberfütterung als auch Unterernährung so sehr empfindlich ist, ist er geneigt,
eine metapsychische Fähigkeit anzunehmen.

2. Maxwell. Metapsychik und Medizin. Erörtert das beiden
Wissenschaften gemeinsame Gebiet der Psychotherapie, insbesondere die Frage, ob
es neben einer suggestiven Wirkung der Psychotherapie noch eine fluidale
Wirkung im Sinne des Mesmerismus gibt. Er ist geneigt, dergleichen anzunehmen
.

3. Zwei Beweisstücke für die übernormale Erkenntnis
von St. Ossowiecki. Einige von mehreren Untersuchern zur Verfügung
gestellten Berichte über Versuche mit Ossowiecki, die zum großen Teil recht gut
gelangen. Jedoch war immer jemand zugegen, der den Inhalt des Umschlages
kennt, so daß Telepathie die wahrscheinliche Lösung ist, zum mindesten ist sie
nicht ausgeschlossen. Falls es Telepathie ist, so scheint vielfach nicht der Sinn,
sondern die anschauliche Vorstellung übertragen zu werden, nicht nur bei Zeich*
nungen sondern auch bei Worten. Besonders deutlich ist das in einem Versuch,
der im wesentlichen mißglückte, indem Ossowiecki bei einem Versuch, in dem
man das Wort „non" geschrieben hatte, sagte: eine Zahl von drei Ziffern, mit
einer Null in der Mitte. Doch auch unanschauliche Vorstellungen, die nicht in
den Worten ausgedrückt sind, sondern nur indirekt damit zusammenhängen,
werden übermittelt.

Die Chronik bringt einen kritischen Bericht über Margerie und Kraus,
über die sich der Berichterstatter Maurice M a i r e sehr skeptisch wenn auch
zurückhaltend äußert. Ueber Kraus (alias Weber) hatte Schrenck auf dem
Pariser Kongreß sich in bejahendem Sinne ausgesprochen, ohne allerdings den
betrügerischen Einschlag zu verschweigen. Später hat Kraus dann behauptet, alle
Phänomene habe er seit jeher betrügerisch hervorgebracht; auch hat er nach
diesem Geständnis in London eine Sitzung gegeben unter angeblich denselben
Bedingungen wie die frühereu, bei denen einige Sitzer nicht wußten, daß er
betrog und die den Betrug nicht merkten. Solange man die Protokolle der
Schrenckschen Sitzungen nicht kennt, wird man schwerlich zur Klarheit kommen
und auch dann noch ist es fraglich, ob nicht infolge Beobachtungsfehlern, falscher
Deutung der Phänomene usw. vieles als echt angenommen wurde, was in
der Tat betrügerisch hervorgebracht worden war. T i s c h n e r.

La revue spirite, 72. Jahrg., Jan.—April 1929.

Virgil als Initiierter (Gaston Luce stützt sich besonders auf die Schilderung
des Todes der Dido, der Cumäischen Sybille und der Elysäischen Gefilde, um
Virgil als einen in die Geheimlehren des Altertums Eingeweihten darzatun). —
Warum ich Spiritist geworden bin? (Leon Chevreuii schildert, wie er auf Grund
seiner Studien, Beobachtungen und Experimente zu der, sich nach seiner Ansicht
am besten mit den Tatsachen deckenden, spiritistischen Auffassung gelangt
ist). — Die Krise des Todes nach Beschreibungen sich mitteilender Abgeschiedenen
(Ernesto Bozzano sammelt die Aussagen der Medien über die Eindrücke,
die Abgeschiedene beim Sterben und unmittelbar danach empfunden hätten. Wird
noch fortgesetzt). — Das schöpferische Wort (die großangelegten Ausführungen
Henri Azams gelangen auch in dem laufenden Quartal noch nicht zum Abschluß
und sollen erst nach diesem* besprochen werden). — Ist Willensfreiheit nötig?
(Andry-Bourgeois hatte sich in einem scharfen Artikel gegen den Determinismus
Richets, Ostys, Allendys usw. gewandt. Ihm gegenüber erklärt nun R.-A. Fleury,
daß keine Willensfreiheit bestehen müsse. Mit oder ohne solche bleibe unser
intimes Wesen dasselbe, und auch bei unfreiem Willen gehe die menschliche
Persönlichkeit nicht verloren). — Willensfreiheit ist unentbehrlich für unsere Entwicklung
(Andry-Bourgeois' Antwort auf obigen Artikel, worin er seinen Standpunkt
erneut energisch vertritt. NB.: Die Meinung der französischen Spiritisten
ist über diesen Punkt geteilt). — Warum Dr. Hodgson schließlich die Geisterhypothese
annahm? (M. Sage führt dies auf seine Teilnahme an den Pipersitzungen
zurück). — Spiritismus und Frieden (wirklich schöne Worte findet Juin Selva


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