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Price: Die Londoner Versuche mit Rudi Schneider.

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wird mit einer Pianonadel gespielt. Der Vorhang bewegt sich immer noch. Die
Zither wird abermals gehört. Nochmalige Vorhangbewegung. Mr. Pierson bemerkt
, der Vorhang sei bis über seinen Kopf vorgeschleudert worden. (Er
streifte mich auch.) Immer noch leise Musik. Kontrolle perfekt. Der Papierkorb
schwebt langsam in die Luft, bewegt sich ein wenig umher und fällt dann
zu Boden. Anhalten der Vorhangbewegungen. Läuten der Glocke. „Olga"
möchte unbedingt wissen, ob alle Teilnehmer die Phänomene gesehen haben
und ob sie ihnen gefallen. „Alles sprechen!" sagt „Olga". Herr Amereller
bittet sie, fünfmal zu klopfen. „Olga" klopft fünfmal (an der Kabinettwand).
Der Tisch fällt polternd um. Heftige Vorhangbewegung.

H.Ö2 Uhr. „Olga" bittet, den Tisch wieder vor dem Kabinett aufzustellen
und ein Taschentuch darauf zu legen. Dies geschieht (durch Mr. Sutton),
der Kontakt wird wieder hergestellt. Gutes Rotlicht.

H.55 Uhr. Mr. Hannen Swaffer behauptet, viele Geister-Lichter zu sehen.

n.58 Uhr. Das Taschentuch schwebt wie von einer Hand (die aus der Vor-
hangöffnung im Kabinett wirken müßte) ergriffen empor und wird neun-
oder zehnmal auf und ab geschwenkt.

12 Uhr. „Olga" spielt mit dem Taschentuch. Sie bittet um Papier und
Bleistift Diese werden beschafft (durch Mr. Sutton) und auf den Tisch vor
dem Kabinett gelegt. Der Bleistift wird sofort aufgenommen (einige Sitzungsteilnehmer
[einschließlich Mr. Swaffer1)] sehen wie die Hand mit dem Bleistift
schreibt). Herr Amereller fragt „Olga", ob sie möchte, daß er das Papier
festhält, während sie schreibt. Sie sagt „nein", sie habe schon alles geschrieben,
was sie schreiben wollte, jemand möge das Papier wegnehmen. Dies geschieht
(durch Mr. Sutton) und Miß Kaye steckt es in die Tasche. (Das Papier ist ein
wenig gekritzelt.)

i2.o5 Uhr. „Olga" sagt, sie hätte einen Knoten in das Taschentuch gemacht
und es im Kabinett fallengelassen. Sie sagt, sie hätte es gern in den (mit einem
Schloß zugesperrten) Glaskasten des Thermographen gesteckt, aber die Kraft
sei nicht mehr stark genug dazu. Alle Sitzungsteilnehmer sahen, wie die „Hand"
oder das Pseudopod das Taschentuch in Bewegung setzte, sie sind sich aber
nicht einig über seine Größe und die Anzahl der Finger. (Das Taschentuch
wurde richtig neben dem Thermographenkasten gefunden, es befand sich ein
bohr fester Knoten darin. Man kann zwar mit einer Hand einen Knoten in ein
Taschentuch machen, jedoch bedarf es zweier Hände oder irgendeines Punktes
, an dem man das eine Ende befestigen kann, während man kräftig an dem
anderen zieht, um ihn sehr fest zuzuziehen.)

12,10 Uhr. Rudi erwacht aus dem Trance.

12.13 Uhr. Weißlicht. Schluß der Sitzung.

Gez. Lucie Kaye, Sekretärin.
Es war sehr schade, daß Lord Rayleigh und die anderen nicht zum zweiten,
an glänzenden Phänomenen so reichen Teil bleiben konnten. Rudi wurde an
Händen und Füßen von Mr. Pierson und mir gehalten und außerdem durch

i) Vgl, „The National Spiritualist", Mai 1929. S. 56


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