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http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/zs_para1931/0027
Walther: Das norwegische Medium „Frau Ingeborg"

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schieden war. Währeid ihre Hände diese beiden Briefe schrieb, lag Frau
Ingeborg in tiefer Trance und unterhielt sich lächelnd mit ihren beiden
Brüdern,

Erkennung der Photographie eines Verstorbenen.

Im Sommer 1928 bat ein angesehener norwegischer Jurist um eine Sitzung.
Er hatte sich zuvor nicht weiter mit okkulten Problemen befaßt, die Bücher
Dahls hatten jedoch sein Interesse erweckt. Er kam in Verbindung mit
seinem verstorbenen Vater und einem vor kurzem bei einem Unfall verunglückten
Neffen seiner Frau, den Frau Ingeborg genau schilderte, während
sie sich in Trance befand, er gab seinen genauen Namen richtig an, ebenso
verschiedene Identitätsbeweise aus seinem früheren Leben. Frau Ingeborg
wußte überhaupt nichts von der Existenz des jungen Mannes und der Jurist
wohnte weit entfernt von ihrer Heimat im Norden Norwegens. Nach seiner
Rückkehr schickte der Jurist einen Stoß Photographien an Frau Ingeborg
mit der Bitte, sie möge angeben, ob sie jemand davon schon gesehen hätte.
Sie wählte zwei Bilder aus, ohne genau angeben zu können, wo sie die beiden
darauf dargestellten Personen gesehen hatte. Es stellte sich heraus, daß das
eine Bild den Bruder einer Freundin von ihr zeigte, dessen Bild sie bei seiner
Schwester einmal gesehen hatte, obwohl sie ihn nicht persönlich kannte. Von
dem anderen Bild konnte sie nicht angeben, wo sie den Betreffenden schon
gesehen hatte, da ihre Erinnerung an das im Trancezustand Geschaute nach
dem Erwachen äußerst flüchtig ist. In einer weiteren Sitzung (bei der der
Jurist, der Onkel des Verunglückten nicht anwesend war) zeigte sich der
"Verunglückte Frau Ingeborg nochmals in der Trance und sie konnte nunmehr
genau angeben, daß die eine Photographie diesen darstellte, jedoch eine
charakteristische Umoilkommenheit auf der Photographie vorliege. Alle Angaben
waren richtig.

Bn,c h t e s t s.

In England sind die sogenannten „Buchtests'* mit Trancemedien ziemlich
verbreitet. (Mit Frau Osborne Leonard wurden und werden z. B. unzählige
derartiger Versuche angestellt.) Es handelt sich dabei darum, daß aus einem
dem Medium unbekannten Buch, dessen Platz im selben oder einem anderen
Hause angegeben wird, der Text einer bestimmten Seite genau angegeben wird,
der Steller der Aufgabe weiß hierbei — um Telepathie auszuschließen —
meist selbst nicht, um welches Buch es sich handelt und was auf der angegebenen
Seite steht. Auch mit Frau Ingeborg wurden mehrfach solche Buchtests
angestellt, die auch glückten. So befand sich z. B. in einer Sitzung vom
i5. August 1928 Frau Ingeborg in Trance. Anwesend waren außer dem gewöhnlichen
Familienkreis Frl. Helene L. (die Empfängerin des automatischen
Briefes von der verstorbenen Tante) und die Stadtverordnete B. Stousland.
Frl. L. sagte dem Kontrollgeist „Ludwig", er möge ins Nebenzimmer gehen und
das siebente Buch von links im obersten Regal nehmen. Keiner der Anwesenden
wußte, welches Buch dort stand. Das Medium klagte nun darüber, daß ihre


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