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Zeitschrift für Parapsychologie. Heft 1. (Januar 1931.)

Brüder weggingen und fragte immer wieder, was sie im Nebenzimmer zu
suchen hätten. Schließlich wiederholte sie, was ihr Kontrollgeist ihr angeblich
vorsagte, wobei sie sich häufig unterbrach und darüber beschwerte, daß
sie kein Wort verstehe und überhaupt nicht wisse, was das Ganze bedeuten
sollte. Es handelte sich um Wordsworth „Poetical Works*', es wurde vorgelesen
, was auf S. 3i6 links oben stand. Als man nach der Sitzung das
siebente Buch von links auf dem obersten Regal herausnahm und die angegebene
Seite aufschlug, stimmte der Text genau mit dem überein, was das Medium
in seinem Monolog während der Sitzung daraus vorgelesen hatte. Ebenso
verhielt es sich mit einem anderen Buchtest, als Frau Stousland vorschlug, nun
das zweite Buch von links in der untersten Reihe zu nehmen. Es handelte sich
um Georg Brandes „William Shakespeare" S. 23o. Alles war richtig, nur hatte
das Medium an einer Stelle „Tivoli" (so heißt der große Vergnügungspark
in Kopenhagen) statt „Tyrolese" gesagt.

Apportphänomene.

Am selben Abend ereignete sich in Verbindung mit den Buchtests ein
Apportphänomen bei vollem Licht. Ein weiteres Buch, das dritte von rechts
im obersten Regal wurde richtig als ein Band von Björnsons sämtlichen Werken
bezeichnet. Frau Ingeborg wurde nun ungeduldig und verlangte, daß ihre
Brüder endlich wieder zu ihr ins Sitzungszimmer hereinkommen sollten.
Sie fuhr fort:

„Ist es denn so unterhaltend, die Bücher da drin anzuschauen? .. . Habt
du etwas gefunden? Wa< hast du denn gefunden? Soll ich nicht danach
fragen? Nein, wenn du es nicht willst . .Plötzlich sah sie strahlend nach
der Tür und sagte: „Seht die beiden an, wie verwegen sie sind. Warum
verneigen sie sich?" Sie machte eine tiefe Verbeugung, worauf alle Anwesenden
Beifall klatschten. Frau Ingeborg sprach dann weiter: „... Kommt
doch, kommt doch zu mir her." Hierbei streckte sie ihre Hand ihrem für die
anderen unsichtbaren Bruder Ludwig entgegen und sagte: „Ach Ludwig, bist
du es?" Im selben Augenblick hielt sie auf einmal ein Blatt Papier im der
ausgestreckten Hand. Amtsrichter Dahl nahm das Papier, es handelte sich um
alte Exzerpte von Ludwigs Handschrift, aus der Zeit seiner Iiteraturgeschichtlichen
Studien stammend. In einer späteren Sitzung \om 18. August 1928 gab
,Ludwig* genau an, in welchem Buch er das Blatt gefunden hatte.

Ein anderer Apport ereignete sich in Verbindung mit einem Spukphäno-
men. Prof. Wereide von der Universität Oslo hat hierüber au£ dem Para-
psychologenkongreß in Athen ausführlich berichtet1).

Frau Prof. Wereide, die selbst medial veranlagt ist, erwachte in einer Nacht
duren heftiges Klopfen, sie stand auf und sah einen fremden Herrn im Ballanzug
auf dem Treppenabsatz stehen, durch das Schlafzimmer in ein Eckzimmer
gehen, worauf er spurlos verschwand. In einer der folgenden Nächte

*) Vgl. das ausführliche Referat über die auf diesem Kongreß gehaltenen Vorträge
von Gräfin Wassilko-Serecki in der „Zeitschrift für Spagyrik", Augustheft 1930.


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