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was sie nach deren Angabe unmöglich wissen konnte.; Manches betrifft Voraussagen
für die Zukunft, so warnte sie Frau IJaugseth \or einem Unfall in
einem Gewitter, und in der Tat schlug kurz darauf, nachdem sie Budapest
verlassen hatte, neben dieser in Berlin der Blitz ein und streifte ihren Arm,
so daß ein Mal an der Haut kurze Zeit sichtbar war. Ferner gibt „JVona" Rezepte
für Krankheiten an und heilt selbst mit magnetischen Strichen. Sehr oft werden
Blumen oder Steinchen usw. apportiert (teilweise bei Tageslicht), die
,,Nöna" dem einen oder anderen Vnwesenden „zum Andenken" schenkt.
Ganz besonders interessant sind Miniatur mateTialisationen,
etwa von der Größe einer Walnuß, die ,,Nona** in Wassergläsern hervorbringt.
Es wird dabei ein beliebiges Glas mit Wasser geholt und „Nona" oder sonst
einer der Anwesenden, nimmt es in die Hand und hält es gegen einen dunklen
Hintergrund (schwarzes Kleid usw.). Dann hält ,.Nöna"* ihre Hand darüber und
konzentriert sich scharf. Hierauf entsteht zuerst ein weißlicher Nebel in dem
Glas, der sich mehr und mehr verdichtet und schließlich die Form eines kleinen
Kopfes annimmt /ähnlich wie die Miniatuimaterialisationen des kanadischen Mediums
Mary M., vgl. Z. f. P., ig3o, S. '*o8. J73). Diese Köpfe sind äußerst
lebensvoll, „Nona" betont, daß es sich um plastische Wiedergaben ihrer eigenen
Gedanken handelt, z.B. ihrer Vorstellung von der ,„Jungfrau Maria**
als Kind. Nachdem sie (durch Frau Lujza vor der Sitzung) eine Photographie
von Frau Haugseths Gatten gesehen hatte, materialisierte sie auch dessen Kopf
im Wasserglas (die* geschah später nochmals, nachdem Frau Haugseth wieder
nach Norwegen zurückgekehrt war;. Interessant ist es, daß diese Materialisationen
scheinbar auch \on den Zirkelleilnehmein und deren Kräften mit „gespeist
'' werden, wenn Harmonie im Zirkel herrscht oder eine von „Nona" als
harmonisch empfundene Persönlichkeit ins Glas schaut, werden die Materialisationen
viel deutlicher und lebensvoller, während im umgekehrten Fall das
Gegenteil eintritt. \ on di<M»n Materialisationen wurden wiederholt BUlzlicht-
aufnahmen gemacht (reproduzieit in „Ps\kisk Tidsskrift", 0. Jahrg , Tieft iu. /i).
Frau Haugseth und ihre Schwester haben selbst mit iluem eigenen Apparat und
ihren eigenen Platten solche Aufnahmen gemacht.
Ein interessantes Phänomen, das an den berühmten Abbe Variiere erinnert,
ereignete sich mit einem Bild der Sixtinischen Madonna. Frau Lujza war
krajik gewesen („Nona" erklärte, sie habe sie „hingelegt'*, um gewisse Konflikte
von ihr fernzuhalten, die ihr schaden würden), es ging ihr aber besser. Frau
Luj/a lag im Bett und Frau Haugseth besuchte sie, im Nebenzimmer befanden
sich noch einige Bekannte. „Nona"" kam und bat sie, die anderen hereinzurufen,
Frau Haugseth öffnete deshalb rückwärts zur Türe gehend diese, ohne Frau
Lujza aus den Augen zu lassen, die unbeweglich im Bell lag. Die anderen
traten ein und auf alle ergoß sich nun ein Beeren von gelben Blumen. (Wie
Frau Haug^elh betont, handelte es sich hiei natürlich nicht um ein Experiment
unter Kontrollen, doch hält sie das Phänomen auf Grund anderer ähnlicher
für echt.) Dann mußte auf „Nonas"* Wunsch jede der sieben anwesenden Personen
mit einem inbrünstigen Gebet >or das Bild der Sixlinischen Madonna
treten, wobei sich deutlich Tränen in den Augen des Bilde* zeigten, die schließ-
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